Wedesbüttel (rn) Für die Menschenrechte fahren
Timo Müller und seine Freundin Natascha von Schoenaich- Carolath, beide
Mitglieder von Amnesty International, um die halbe Welt. Mit dem
Fahrrad! Ab März wollen die 19-jährigen Abiturienten aus Wedesbüttel
und Meine ein Jahr lang über rund 20.000 Kilometer in die Pedale
treten. Dafür suchen sie noch Sponsoren.

Ihre Reiseroute haben die beiden bewusst gewählt.
Auf ihrer Tour kommen sie - abgesehen von Polen und Australien - nur
durch Länder, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
Weißrussland, das südliche Russland, die Mongolei, China, Laos,
Thailand und Indonesien. "Da liegt einfach alles im Argen", sagt Müller.
Sie führen alle Hauptstädte an, sagt von Schoenaich- Carolath. Der
Zielort Sydney sei unverbindlich. "Wenn uns das nicht reicht, hängen
wir noch ein paar Tausend Kilometer dran", meint Müller. In Südamerika
stehe es in Sachen Menschenrechten auch nicht gerade zum Besten. An
Motivation fehlt es den beiden 19-Jährigen nicht. "Wir sind frei, haben
das Abi in der Tasche und keinerlei Verpflichtungen"; sagt Müller.
Das Tagespensum liege bei 50 bis 60 Kilometern. So bleibe Zeit, Land
und Leute kennen zu lernen und um in Kontakt zu örtlichen
Amnesty-Gruppen zu treten. "Ihre Hilfe ist für unser Radtour-Projekt
sehr wichtig", sagt Müller.
Mindestens genauso wichtig ist die Unterstützung von Sponsoren: "Wir
sind für alles dankbar. Selbst für eine Fahrradklingel", so Müller.
Super wären Firmen oder Privatpersonen, die pro gefahrenem Kilometer
einen bestimmten Betrag spenden.
Daher haben sie auch Spendenkontos über Amnesty International
eingerichtet: Bank für Sozialwirtschaft, Köln, BLZ 370 205 00,
Konto-Nr. 80 90 100 sowie Postbank Köln, BLZ 370 100 50, Konto-Nr. 22
40 46 502. Verwendungszweck ist jeweils: "Australien - Moving for human
rights".
Per Internet-Tagebuch wollen die beiden über ihre Tour laufend informieren.
Quelle: Aller Zeitung September 2005