AZ-Interview / Timo Müller:
Mit dem Fahrrad unterwegs für Amnesty und die Menschenrechte
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13 Monate war er unterwegs, mit nur so viel Gepäck, wie auf ein Fahrrad
passt. Doch auf seiner Europa- und Asien-Tour hat der Wedesbütteler
23.000 Euro für Amnesty International zusammen gestrampelt und sich für
Menschenrechte stark gemacht. Seit einigen Wochen ist Timo Müller nun
wieder Zuhause, doch wirklich Ruhe gönnt er sich nicht, erfuhr
AZ-Volontärin Astrid Köhler bei einem Gespräch mit dem 21-Jährigen.
AZ: Wie ist es, nach so vielen Kilometern, Presseterminen und Workshops wieder im Papenteich zu sein?
Müller: Es ist immer noch alles im Fluss. Der Abstand ist noch nicht da.
AZ: Fehlt es Ihnen nicht, im Sattel zu sitzen? Wo ist eigentlich Ihr Fahrrad?
Müller (lacht): Nein, man muss sein Glück nicht auf dem Sattel finden.
Das funktioniert auch in Wedesbüttel. Mein Fahrrad wird gerade
repariert.
AZ: Nach so viel Einsatz für andere, wie geht es mit Ihnen persönlich weiter?
Müller: Ich beginne im August ein Studium in Maastricht: Politik,
internationale Beziehungen und Wirtschaft. Später könnte ich mir
vorstellen, für eine Nicht-Regierungsorganisation (NGO) zu arbeiten.
AZ: Was würden Sie sich rückwirkend anders wünschen bei Ihrer Tour?
Müller: Dass Amnesty stärker die Werbetrommel gerührt hätte. Ich kannte
80 Prozent der Spender persönlich und es sind 23.000 Euro
zusammengekommen.
AZ: Die längste Zeit der 13 Monate waren Sie auf sich allein gestellt. Fiel es Ihnen schwer, das durchzuhalten?
Müller: Ich hatte viele Momente, in denen mich alles angekotzt hat. Am
schlimmsten ist es, sich bei Krankheit wieder aufzurappeln. Als ich
Fieber hatte in Kambodscha oder mit meinen Magenproblemen in China. Die
Telefonate mit meiner Mutter haben mir dann aber Kraft gegeben.
AZ: Gibt es einen besonders schönen Moment, an den Sie sich erinnern?
Müller: Ein Kind, das mitten auf der Straße in Laos auf mich zukam und
mich anstrahlte. Es hat sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Bei vielen
Stationen, wo ich Halt machte, sind die Kinder absolut ausgeflippt, mir
den Rücken hochgeklettert und haben mich angefasst.
AZ: Was hat Sie auf ihrer Reise am meisten beeindruckt?
Müller: Sehr beeindruckt hat mich Sydney. Ich habe nichts gefühlt, mich
nicht gefreut. Ich war gar nicht wirklich da. Es ist ein ausgelutschter
Slogan, aber: Der Weg ist das Ziel. Eigentlich sehe ich die Reise eher
wie ein Puzzlestück. Polen ist nicht so atemberaubend wie Australien,
war aber auch ganz wichtig.
AZ: Sie haben regelmäßig Tagebuch geschrieben, auch auf Ihrer
Internetseite www.cyclingforhumanrights.de. War es schwer, einen
Computerzugang zu finden?
Müller: Je ärmer das Land, desto besser sind die Internetcafés. Ich
habe auch in der Mongolei immer einen Internetzugang gefunden. In China
wurde meine Homepage und E-Mail-Adresse gesperrt, aber das hab‘ ich
dann umgangen. Ich habe die Adresse geändert, und meine Mutter hat die
Texte auf die Homepage gestellt.
AZ: Planen Sie nach der langen Tour wieder ein Fahrrad-Abenteuer?
Müller: Wenn ich 2010 meinen Bachelor fertig habe, möchte ich durch Südamerika fahren. Außerdem arbeite ich an einem Buch.
Gifhorn
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| Veröffentlicht 27.07.2007 23:41 Uhr |
Timo Müller schwelgt im Höhenflug
Amnesty-Radler ist auf der Zielgeraden gen Heimat – Ankunft am Pfingstmontag – Dank an alle Weggefährten
Großansicht
WEDESBÜTTEL.
Das sind nun wirklich seine allerletzten Kilometer nach der Weltreise
zugunsten der Menschenrechte. Timo Müller biegt auf die Zielgerade ein,
ist in Frankfurt gelandet und strampelt derzeit die letzten 300
Kilometer gen Braunschweig. Pfingstmontag um 15 Uhr will er auf dem
Rathausplatz ankommen.
Letzter Stopp auf dem australischen
Kontinent war Sydney. Die Bilanz seiner Benefiztour am 412. Tag: 20 708
Kilometer und 16 605 Euro zugunsten der Menschenrechtsorganisation
Amnesty International.
Just am Ende seiner Reise musste der
21-Jährige doch noch einen Wermutstropfen schlucken: "Wegen der
Veröffentlichung des internationalen Jahresberichtes von Amnesty
international Australia wird es keinen einzigen Medienbericht über mich
in meinem Ziel geben. Meine Aktion würde wohl zu viel Medienpräsenz
stehlen", vermutet der Wedesbütteler. Dennoch hat er dem Aufenthalt
noch einen persönlichen Höhepunkt abgerungen: ein Informationsgespräch
mit Generalkonsul Dr. Gruber in Sydney, das er selbst arrangiert hat.
"Ein weiteres Em-pfehlungsschreiben mehr", freut sich Timo.
Knapp
vor dem Ende seiner Tour lässt der Papenteicher seine Abenteuer und
Begegnungen gedanklich Revue passieren. Und die selbst gestellte Frage,
ob die ganze Plackerei überhaupt Früchte getragen hat, beantwortet er
mit: "Ja, definitiv."
Was zählt, sei der immaterielle Wert. "Mein
Hauptanliegen war es, Menschenrechte in den verdienten Mittelpunkt zu
rücken", schreibt Timo nach seiner letzten Station. Dabei halfen ihm
Berichte in Zeitungen, Fernsehnachrichten, Radio-Interviews, Vorträge
in Schulen, Treffen mit Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung und
160 000 Besucher auf seiner Website im Internet.
"Diese Reise
sollte vor allem ein Zeichen setzen", ist der Radler überzeugt. "Ich
habe durch meine Strampeleien beileibe keine Diktatoren in Angst und
Schrecken versetzt, doch glaube ich zutiefst, dass die Reise viele,
wenn auch nur für kurz, aufmerksam machte."
Timos Fazit nach mehr
als 400 Tagen Weltreise: "Eins steht fest: Braunschweig – Sydney ist
nicht gerade mal kurz um die Ecke." Das heißt im Rückblick:
Abschied
in Braunschweig, drei Freunde bringen mich nach Polen. Erste Nacht im
Wald und die bange Frage "Schaffe ich das auch alles?" Fernsehen in
Polen, finnische Seenplatte, Pressekonferenz mit Amnesty in Moskau,
Roter Platz, Sibirien, mongolische Steppe mit den Reitern des Dschingis
Khan, Felge gerissen; Sandkasten Wüste Gobi.
1,3 Milliarden
Chinesen, Null Privatsphäre, Platz des Himmlischen Friedens, enorme
Sprachbarrieren, "mein" altes Kung Fu-Kloster ist zertrümmert. Dreck,
Rekord-Durchfall, Frust, Berge. Radkumpan Andi taucht auf, es entsteht
eine Freundschaft. Internetzensur, Amnesty ist im Land verboten.
Jungle-Mania
Laos – welch Paradies, Franzose Benoit und Däne Leo begleiten mich für
drei Wochen auf dem Rad. So arm und doch so reich an Freundlichkeit,
Mekong, Angkor Wat in Kambodscha, 42 Grad Fieber, Krankenhaus,
Weihnachten, Bombenanschlag zu Silvester in Bangkok.
Diebstahl
und Gerichtstermin in der Thai-Version, Flüchtlingslager nahe Burma
besucht, Briefträger spielen für staatenlose Kinder zum Regierungshaus
in Thailand, Kilometer fressen.
Multikulti Malaysia, Ai-Direktor
Malaysias, Singapur, Flugzeug. "Ist hier noch irgend jemand?" – das
Outback Australiens. Ayers Rock, Great Ocean Road, Sydney.
Eins
ist dem jungen Mann allerdings auch klar geworden: "Ich startete mit 20
Jahren, mit erschreckend wenig Erfahrung und Professionalität, doch mit
viel jugendlicher Ungestümheit, blauäugiger Naivität – und Vertrauen."
Und dennoch: "Jene Erfahrungen mit Menschen, atemberaubende
Landschaften und die Einsamkeit mit mir selbst waren all die
Plackereien über alle Maßen wert." Den größten Dank zollt Timo Müller
seiner Mutter, "die in hunderten von Stunden von zu Hause meine Reise
koordinierte, unsere Website auf dem neusten Stand hielt, Telefonate
erledigte und mir vor allem mütterliche Kraft gab". Und er sagt Danke
an alle, die ihn während seiner Reise motivierten und das Gefühl
vermittelten, "doch nicht ganz allein da draußen zu sein".
Mittwoch, 23.05.2007
"Die Endlosigkeit kracht ins Gemüt"
Timo Müller meldete sich gestern verzweifelt zu Wort: Amnesty-Radler kämpft mit Widrigkeiten der Wüste
Von Uwe Hildebrandt
WEDESBÜTTEL.
Er hat seinen Zielkontinent erreicht, doch Australien bringt
Amnesty-Radler Timo Müller kein Glück. Da er seine Route ändern musste,
hat er nun mit der Unwirtlichkeit der Wüste zu kämpfen. Gestern meldete
er sich verzweifelt zu Wort: "Die Endlosigkeit hier kracht teilweise
mein Gemüt zu Brei."
"Ich verkrieche mich so sehr in mich selbst,
dass ich kaum noch aus mir heraus komme", schildert der 22-Jährige sein
Seelenleben: "Rote Erde, bleichgrüne Eukalypten, dürre Sträucher,
mannshohe Termitenhügel, flirrende Hitze und eine asphaltierte Strasse,
die schnurgerade in einen knallblauen Himmel führt."
Timo Müller
muss rund acht Liter Trinkwasser auf seinem Fahrrad mitführen und sich
mit Sonnenmilch geradezu bespachteln. Noch schlimmer ist für ihn aber
offenbar die Menschenleere des australischen Outbacks.
Zu der
folgenreichen Änderung im Drehbuch hatten heftigen Monsun-Regenfälle
nach seiner Ankunft im nordaustralischen Darwin geführt. "Ich stellte
beängstigt fest, wie meine Planung sinnbildlich ins Wasser fiel." Um
den Wassermassen zu entgehen, verabschiedete er sich von dem Plan,
entlang der grünen Küste nach Sydney zu fahren: "Ein Glück, drei Tage
später wurde wegen Überschwemmungen die einzige Zufahrtsstraße gesperrt
und Darwin steht halb unter Wasser.!"
Doch die Fahrt durch die
trockene Wüste ist nun auch kein Zuckerschlecken. "Ich fahre täglich
120 Kilometer nonstop, ohne auch nur einen Ansatz von menschlichem
Leben zu erhaschen", erzählt der Wedesbütteler: "Mich erwartet schiere
Leere." Die Freude, endlich durch ein englischsprachiges Land zu
fahren, wich einem "Kulturschock": "Wenn ich dann mal auf Menschen
treffe, sind das wahre Eigenbrödler, bärig tättowierte Busch-Aussies in
20 Menschenseelen-Dörfern."
Nun sehnt sich Müller nach dem
asiatischen Menschenschlag, der ihn in China anfangs noch genervt
hatte. Trotz des derzeitigen Frustes ist bei dem Amnesty-Radler aber
von Aufgabe keine Spur: Er will Sydney im Mai erreichen und passiert
unterwegs zur Aufmunterung ein australisches Heiligtum, den Ayers Rock.
Fotos und Spendenkonto werden auf www.cyclingforhumanrights.de gezeigt.
Freitag, 09.03.2007
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Strampeln für Amnesty
Für die Menschenrechte auf dem Drahtesel von Deutschland nach Australien: Rund 20 000 Kilometer nimmt der 20-jährige Timo Müller in 365 Tagen unter die Räder, um für die Menschenrechte zu werben.
«Diese
Reise», schreibt er in seinem Online-Tagebuch, «ist vor allem ein
Zeichen für die Menschenrechte. Ich will Kulturbotschafter sein, gegen
die Misshandlung von Menschen kämpfen und für die grossartige Arbeit
aller Menschenrechtler.» Neben Aktionen mit lokalen AI-Gruppen sammelt
Timo für jeden gestrampelten Kilometer einen Euro für Amnesty
International.
Seit dem 1. April 2006 ist der Jungabenteurer
unterwegs und hat u.a. in Polen, Sibirien, der Mongolei und China Halt
gemacht. Den Verlauf seines Abenteuers kannst Du live mitverfolgen
auf: www.cyclingforhumanrights.de
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Radeln für die Menschenrechte
Eine ungewöhnliche Mission für die Menschenrechte:
Der 20jährige Timo Müller hat sich aufgemacht, mit dem Fahrrad nach Australien zu fahren.
Unterwegs
trifft Timo Menschenrechtsaktivisten, amnesty-Gruppen und nutzt seine
Reise quer durch Europa und Asien, um auf die Arbeit von ai aufmerksam
zu machen.
Wer Timos Reise unterstützen und im Internet begleiten möchte, kann das hier tun.
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Frühlingsausgabe 2007
11.07.2007
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Nr. 25 Frühlingsausgabe 2007
Timo Müller: im Namen der Menschenrechte um die Welt, weiter
Trau Dich: Querunmer Kreisverkehr, weiter
Radfahrunfälle: worauf Sie achten sollten
Ampelgriffe: 3 suchen ihren Platz
Mit dem Rad zur Arbeit
RAD´07 und RADtour´07
Radtourenprogramm 2007
Radtour: Märzenbechertal
Liegerad: Braunschweig von unten, weiter
ADFC-Gesichter: Aktive stellen sich vor
Fotowettbewerb
SFU: Neues Fördermitglied
Tipps + Termine
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Hier sind einige Artikel zum Reinlesen:

Mit dem Fahrrad von Braunschweig nach Sydney
von Timo Müller und Matthias Fischer
"Ich bin als Mensch
gekommen, der sich der Lehren des zwanzigsten Jahrhunderts bewusst ist
- dass nämlich jeder von uns über seine Verantwortung nachdenken muss
und dass die Menschen als Individuen handeln und nicht auf die
Politiker warten sollten." (Daniel Barenboim, Ramallah)
In diesem Bewusstsein
begab sich der Braunschweiger Timo Müller, gerade erst einmal blutjunge
21 Jahre alt, am 1. April 2006 auf eine Solidaritätsbekundung für die
unglaublich lobenswerte Arbeit aller Menschenrechtler der Welt. Allein
fährt er mit dem Fahrrad über den Landweg nach Sydney, Australien:
20.000 km, 416 Tage.
Zu seiner Motivation,
diese Tour um die halbe Welt durchzuführen, sagt Timo: "Diese Reise ist
vor allem ein Zeichen im Namen der Menschenrechte. Zeichen sind keine
Revolutionen, sie krempeln die Welt nicht um und hinterlassen nur
bescheidene Spuren.
Ihr Wert ist ganz anderer
Art, nämlich vor allem ideeller. Wenn ich die Reise für die Einhaltung
der Würde aller Menschen antrete, kann ich nicht mehr davon erhoffen,
als dass ich, zurück in Deutschland, meine Eindrücke weitergeben kann
und in den Köpfen hier und da einen kleinen Stein lostrete, der
letztendlich notwendig ist, damit sich mehr bewegt. Ich will
Kulturbotschafter sein, gegen die Misshandlung von Menschen und vor
allem aber für die großartige Arbeit aller Menschenrechtler kämpfen."
"Warum benutzt Timo das
Fahrrad als Verkehrsmittel?" Zum Einen spricht der Kostenfaktor dafür,
denn abgesehen von Reparaturen und Muskelenergie braucht man nichts
weiter in den Transport zu investieren. Des Weiteren ist das Rad gleich
in zweierlei Hinsicht über alle Maßen
naturfreundlich: es
benötigt keinen Treibstoff, der die Atmosphäre belasten würde und man
kann unterwegs ganz unmittelbar die Natur genießen. Der weite Himmel
über einem ohne ein Dach dazwischen, den Wind, die Sonne und den Regen
im Gesicht, und das Ganze in so einem gemächlichen Tempo, dass dem
Reisenden genug Zeit bleibt, um die Landschaft wahr- und aufzunehmen.
Während des Fahrradfahrens verbinden sich die Zeit und die körperlichen
Anstrengungen zu einer meditativen Fortbewegungsart.
Braunschweiger Radläden
wie radstudio, Radhaus, Steinkamp oder auch Teo unterstützen ihn vor
und während der Reise mit Tipps und Material.
Mit Hilfe von Amnesty
International wurde sein Anliegen in vielen Medien verbreitet. Unter
anderem berichteten das polnische, russische und mongolische Fernsehen
über seine Mission. Dank dieser Unterstützung war es ihm möglich trotz
Krankheiten, Einsamkeit und weiterer Schwierigkeiten, nach mehr als
14500 km in 300 Tagen in Malaysia anzukommen.
Sein Ziel:
Für jeden zurückgelegten Kilometer 1 € Spende für Amnesty International
"einzufahren". 8.500 € sind es bisher.
Spenden an:
Bank für Sozialwirtschaft (Bfs)
BLZ: 370 205 00
Konto-Nr.: 80 90 100
Stichwort:
Australien-Moving for human rights
Im Soll: Australien-Radler Timo Müller erreicht Posen
Wedelheine/Posen (rn). 20.000 Kilometer will Timo Müller aus Wedelheine
für die Menschenrechte in die Pedale treten (AZ berichtete). Bis nach
Australien soll ihn seine Tour führen. 633 Kilometer hat der 20-Jährige
nach einer Woche im Sattel schon hinter sich. Derzeit ist er auf dem
Weg nach Warschau.
Am ersten Tag hat Müller 125 Kilometer geschafft. Motiviert durch zwei
Mitstreiter. Der zweite Tag war durch eine Pannenserie geprägt. Nicht
bei Müller, sondern bei seinen beiden Teilstrecken-Mitstreitern. „Der
eine hatte gleich dreimal einen Platten, der andere verlor Teile seines
Fahrrades.“ Trotzdem schafften die Drei 137 Kilometer – bis nach
Berlin. Dort trafen sie sich mit Vertretern von Amnesty International.
Ab der polnischen Grenze war Müller auf sich gestellt. Dennoch hatte er
Spaß: „Ich radelte immerhin 83 Kilometer.“ Seine Aufmerksamkeit
richtete sich auf den Verkehr. Den behielt Müller über den Rückspiegel
sehr sorgsam im Auge. Vor allem auf der Schnellstraße in die Innenstadt
von Posen.
Die Probleme fingen dort aber erst richtig an: „Das einzige, was ich
hatte, war eine Straße als Anlaufpunkt. Nur leider spricht in der Stadt
mit 600.000 Einwohnern kaum jemand Englisch.“ Und: „Die wenigsten
wollen sich eingestehen, den Weg nicht zu kennen.“ Nach zweistündiger
Irrfahrt erreichte Müller endlich sein Nachtquartier bei einer
ai-Aktivistin. „Von ihrer Mutter wurde ich versorgt wie ein lange
verschollener Sohn“, freut sich Müller. Das entschädigte für viele
Strapazen der bisherigen Tour.
Am nächsten Morgen war Müller Stargast einer Pressekonferenz mit zwei
Radiosendern, fünf Zeitungen und dem Lokalfernsehen. Mit Lunchpaketen
der Posener Gastfamilie versorgt, radelt er derzeit nach Warschau. 360
Kilometer in drei Tagen hat er sich vorgenommen.
Weiter geht‘s von dort erst am 21. Mai. „Vorher ist mein Visum für Russland nicht gültig“, sagt Müller.
 
- Cycling 21,000kms for human rights
Cycling 21,000kms for human rights
On 1 April 2006, 21-year-old Timo Mueller embarked on a 420-day epic
cycling journey from Germany to Australia. Riding solitary overland
through 15 countries, his aim was to cycle 21,000 kilometres at the age
of 21 to raise 21,000 Euros.
Timo arrived in Sydney on Monday 14 May 2007.
"I feel that it is my responsibility as a human
being to take on this mission and not to wait for any politicians to
take their time in educating the people on their rights."
Timo Mueller on why he decided to take action.
Timo Mueller, on his own, initiated a campaign calling it "Cycling
for human rights". On 1st April 2006 Timo embarked on a charity cycling
trip from Germany
overland to Australia across 15 countries, as a demonstration of
solidarity for the work of all human rights defenders and victims of
human rights violations around the world.
On his 420 day-long adventure Timo committed to highlight the plight
of those who suffer human rights exploitations by helping to raise
awareness in the wider public. He has received wide media coverage in
Poland, Russia and Mongolia as well as dozens of newspaper articles in
Thailand, Malaysia, Australia and especially Germany.

Timo's journey
Timo worked in conjuction with several Amnesty International
sections, participating in press conferences, and meeting with the
consuls-general of Germany in Bangkok and Sydney. He also visited a
refugee camp near Myanmar to do his best to defend human rights.
By cycling solo the 21,000 kilometres Timo intends to raise the
monetary equivalent which will go entirely towards the work of Amnesty
International. To this day he has already inspired donations to the
tune of 16,500 Euros.
For more information check out Timo's website or you can talk to him via email at
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Comments
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Well done Timo! You are an inspiration to a fellow cyclist.
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Senior Producer
18/05/2007
02:29 PM