500 Fotos: Timo Müller bei weltweitem Protest am Start
Sunday, 26. February 2006
Gymnasiast beteiligt sich an Aktion gegen illegalen Waffenhandel
Wedesbüttel (rn). Weltweit organisiert amnesty international derzeit eine Protestaktion gegen unkontrollierten internationalen Waffenhandel. Mindestens eine Million Porträt-Fotos sollen dazu gesammelt werden. 500 davon macht Timo Müller aus Wedesbüttel.

lesen Sie neben dem Zeitunsartikel:
Reaktion: Waffen-online-Foren

Beschluss des UN- Waffenhandelabkommens vom 26.10.2006

gefertigte Schilder von amnesty international zurückgreifen. Das sei aber nur selten nötig: "Die meisten Schüler sind unglaublich erfinderisch." Das Vorurteil der politisch desinteressierten Jugend lässt er nicht durchgehen: "Die Schüler beweisen das Gegenteil. Alle ziehen bei der Aktion voll mit." Leider können nur Schüler ab der zehnten Klasse aufwärts teilnehmen. Zeit zum Fotografieren gewährt ihm die Schulleitung: "Ich bin für die Dauer der Aktion vom Unterricht frei gestellt." Auch sonst unterstütze die Schule das Foto-Projekt."Ich hätte mich für die Aktion auch in die Fußgängerzone stellen können, aber an meiner Schule geht's viel schneller", sagt Müller. Er besucht den 13. Jahrgang der Neuen Oberschule in Braunschweig und ist Mitglied bei amnesty international. Die Porträt-Fotos zeigen Schüler und Lehrer des Gymnasiums. In der Hand hält jeder von ihnen ein Pappschild mit seinem Namen, dem Herkunftsland und einem Slogan seiner Wahl darauf. Ein paar Regeln gibt's dafür schon: "Der Spruch darf nicht beleidigend sein und muss zum Thema passen." Das lautet: "Waffen unter Kontrolle". Slogans wie "Die Welt ist kein Rumsfeld" seien zwar kreativ, "aber die Aktion richtet sich nicht allein gegen die USA", sagt Müller.

Wem kein Slogan einfällt, der kann auf vor

 

Die Porträts werden in der Bundeszentrale von amnesty international gesammelt und ins Internet gestellt. 300.000 sind es bereits. "Eine Million schaffen wir locker", freut sich Müller. Die Fotos sollen 2006 an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York geschickt werden. Im Paket enthalten sein werden auch die 500 Aufnahmen des Wedesbüttlers Timo Müller.

Kontrolle bei Waffen

 

Ein Opfer pro Minute

 

Wedesbüttel (rn). Eine weltweite Foto-Aktion von amnesty international prangert den unkontrollierten Waffenhandel an. Mit dabei ist Timo Müller aus Wedesbüttel.

In Krisengebieten bekomme man Schusswaffen "an jeder Straßenecke für ein paar Dollar", sagt Müller. Sie hätten längst zweifelhaften Ruhm als moderne Massenvernichtungswaffen erlangt: "Weltweit stirbt pro Minute ein Mensch durch den Gebrauch einer Schusswaffe", weiß Müller. Über 600 Millionen Schusswaffen seien derzeit im Umlauf. "Tendenz steigend", warnt Müller.

Quelle: Aller Zeitung, 25. November 2004

 

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ein Volk mit dem Colt im Anschlag für die permanente Selbstverteidigung.
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befragt Marilyn Manson, aber auch den berühmt-berüchtigten Waffenaktivisten
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"Sind wir verrückt nach Waffen - oder sind wir einfach nur verrückt?" 

 


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Letzte Aktualisierung ( Monday, 22. January 2007 )